Körperorientierte systemische Therapie in Berlin
Traumasensible und machtkritische Unterstützung für mehr Selbstkontakt, Authentizität und Handlungsspielraum
Manchmal stecken wir in Verhaltensweisen und -mustern fest, die wir so nicht (mehr) tun wollen. Wir reagieren schneller, als wir denken können. Wir ziehen uns zurück, passen uns an, kämpfen, erstarren oder verlieren den Kontakt zu dem, was wir eigentlich fühlen, brauchen oder wollen.
Körperorientierte systemische Therapie unterstützt dich darin, solche Muster besser zu verstehen und zu verändern – nicht nur mit dem Kopf, sondern auch über den Körper, über Emotionen, über Beziehungen und über den Kontext, in dem du lebst.
In meiner Arbeit geht es nicht darum, dich möglichst schnell wieder funktions- oder leistungsfähig zu machen. Es geht darum, wahrzunehmen, was ist: deinen Körper, deine Grenzen, deine Bedürfnisse, deine Geschichte, deine Beziehungen und die gesellschaftlichen Bedingungen, die dein Leben mitprägen. Es geht darum, dich darin zu unterstützen, mit deinem inneren Kern – deiner Authentizität – in Kontakt zu kommen und diese zu nähren.
Ich begleite dich dabei, alte Schutzmuster zu würdigen, neue Handlungsspielräume zu entwickeln und dich selbst mit mehr Sanftheit, Klarheit und Mut zu erforschen.
Was bedeutet körperorientierte systemische Therapie?
Systemische Therapie betrachtet Menschen nicht isoliert, sondern in Beziehung: zu sich selbst, zu anderen Menschen, zu Familien- und Beziehungssystemen, zu gesellschaftlichen Strukturen, zu Geschichte, Herkunft, Körper und Umwelt.
Körperorientiert bedeutet, dass wir nicht nur über Erfahrungen sprechen, sondern auch achtsam wahrnehmen, wie sie sich im Körper zeigen. Traumatische Erfahrungen werden im Körper gespeichert, zeigen sich daher oft körperlich und wirken im Nervensystem. Deshalb ist es so hilfreich, den Körper in die Aufarbeitung einzubeziehen. Der Körper steckt voller Wissen und Weisheit. Er kann wichtige Hinweise geben auf deine Grenzen, Bedürfnisse, Überforderung, Sicherheit, Anspannung, Schutz, Sehnsucht oder Lebendigkeit.
Viele Muster entstehen nicht, weil mit dir etwas „falsch“ ist. Meistens waren sie sinnvolle Antworten auf belastende Erfahrungen oder schwierige Verhältnisse. Vielleicht haben sie dir geholfen, dazuzugehören, zu funktionieren, Konflikte zu vermeiden, dich zu schützen oder weiterzumachen.
In der gemeinsamen Arbeit können wir erkunden:
Dienen diese Muster dir heute noch?
Welche Bedürfnisse oder Grenzen wurden vielleicht lange übergangen?
Welche Gefühle durften bisher wenig Raum haben?
Welche Beziehungen, Erfahrungen oder gesellschaftlichen Bedingungen haben dich geprägt?
Was ist dir heute wichtig und was für ein Mensch möchtest du sein?
Wie möchtest du heute bewusster handeln, statt nur automatisch zu reagieren?
Wann diese Form der Begleitung passend sein kann
Körperorientierte systemische Therapie kann hilfreich sein, wenn du dich in einem oder mehreren dieser Themen wiedererkennst:
du fühlst dich häufig gestresst, überfordert, angespannt oder erschöpft
du bemerkst alte Muster, die du verstehst, aber nicht einfach verändern kannst
du funktionierst viel, spürst dich aber wenig
du erlebst Ängste, Unsicherheiten, innere Blockaden oder Stimmungsschwankungen
du hast Schwierigkeiten, Grenzen zu fühlen oder zu setzen
du gerätst in Beziehungen immer wieder in ähnliche Dynamiken
du möchtest dich mit Trauma, Stress oder belastenden Erfahrungen auseinandersetzen
du suchst einen Raum, in dem queere, trans, neurodivergente, migrantische oder andere marginalisierte Lebensrealitäten mitgedacht werden
du möchtest persönliche Veränderung und gesellschaftliche Verantwortung nicht voneinander trennen
Du musst nicht genau wissen, was dein Thema ist. Manchmal beginnt ein Prozess mit einem diffusen Gefühl: „So wie bisher geht es nicht weiter“ oder „Ich möchte mich selbst besser verstehen“.
Wie ich arbeite
Ich arbeite als Heilpraktiker*in für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz. Meine Arbeit verbindet körperorientierte systemische Therapie, kunsttherapeutische und kreative Methoden, Somatic Experiencing® sowie eine machtkritische und diskriminierungssensible Haltung.
Je nach Anliegen kann eine Sitzung sehr unterschiedlich aussehen. Manchmal steht das Gespräch im Vordergrund. Manchmal arbeiten wir mit Körperwahrnehmung, inneren Anteilen, Bildern, kreativen Methoden, Ressourcen, Beziehungsmustern, konkreten Situationen aus deinem Alltag oder machen Übungen, die bei der Selbstregulation unterstützen. Meistens ist es eine Mischung aus einigen dieser Dinge.
Dabei achten wir immer wieder auf dein Tempo und ich lade immer wieder zur Entschleunigung an. Veränderung entsteht nicht durch Druck, sondern durch Beziehung, Sicherheit, Wiederholung, Bewusstheit, Wahrnehmung, Spüren und die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen.
Gemeinsam können wir erforschen:
Was passiert in deinem Körper, wenn ein bestimmtes Thema auftaucht?
Welche inneren Anteile melden sich?
Welche Schutzstrategien werden aktiv?
Welche alten Geschichten wirken noch nach?
Welche Ressourcen, Beziehungen oder inneren Orte geben Halt?
Welche Handlungsmöglichkeiten entstehen, wenn mehr Raum zwischen Reiz und Reaktion möglich wird?
Machtkritisch und diskriminierungssensibel
Ich verstehe psychisches Leiden nicht losgelöst von den Verhältnissen, in denen Menschen leben. Stress, Trauma, Erschöpfung, Beziehungsschwierigkeiten oder innere Konflikte entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie stehen auch in Verbindung mit gesellschaftlichen Bedingungen, Diskriminierungserfahrungen, Zugehörigkeit, Herkunft, Geschlecht, Klasse, Rassismus, Ableismus, Queer- und Transfeindlichkeit oder anderen Machtverhältnissen.
In meiner Praxis möchte ich einen Raum schaffen, in dem du dich nicht zuerst grundlegend erklären oder rechtfertigen musst: nicht für deine Pronomen, deine Beziehungskonstellation, deine Grenzen, deine Wahrnehmung, deine politischen Werte, deine Diskriminierungserfahrungen oder deine Ambivalenzen.
Besonders willkommen sind queere, trans und nichtbinäre Menschen, Menschen aus der LGBTQIA+ Community, neurodivergente Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, postost Perspektiven, Menschen mitweiteren Diskriminierungserfahrungen, Aktivist*innen und Menschen, die sich verantwortungsvoll mit ihren Privilegien (z.B. Weiß-Sein oder Männlichkeit) und gesellschaftlichen Machtverhältnissen auseinandersetzen möchten.
Du musst keine perfekte politische Sprache haben. Wichtig ist eher die Bereitschaft, neugierig, respektvoll und ehrlich in den Prozess zu gehen.
In meiner Arbeit geht es nicht darum, dich besser an krankmachende Verhältnisse anzupassen.
Natürlich kann es wichtig sein, wieder mehr Stabilität, Orientierung und Handlungsfähigkeit zu erleben. Aber ich verstehe Symptome nicht einfach als Störung, die möglichst schnell verschwinden muss. Ganz im Gegenteil begreife ich sie als nachvollziehbare Reaktionen deines Körpers auf belastende, überfordernde oder gewaltvolle Erfahrungen und Verhältnisse. Oft zeigen sie, dass etwas zu viel war, zu doll war, zu lange übergangen wurde oder noch keinen sicheren Raum bekommen hat, um sich zu entfalten.
Keine Selbstoptimierung
Deshalb frage ich nicht nur:
Wie geht das Symptom weg?
Sondern auch:
Was will gesehen und wahrgenommen werden?
Welche Grenze wurde übergangen?
Welche Kraft ist gebunden?
Welche Geschichte trägt dein Körper?
Was brauchst du, um dich sicherer, lebendiger und verbundener zu fühlen?
Körperorientierte systemische Therapie kann ein Weg sein, dich selbst weniger als Problem und mehr als lebendiges, komplexes Wesen zu verstehen – mit Geschichte, Schutz, Widersprüchen, Ressourcen, Beziehungen und Veränderungsmöglichkeiten.
Was sich verändern kann
Ich mache keine Heilungsversprechen. Veränderungsprozesse sind unterschiedlich, nicht linear und brauchen Zeit.
Was in der gemeinsamen Arbeit wachsen kann, ist zum Beispiel:
mehr Kontakt zu deinem Körper
mehr Klarheit über Grenzen und Bedürfnisse
mehr Verständnis für alte Muster und Schutzstrategien
mehr Orientierung in Beziehungen und Konflikten
mehr Kapazität, mit unangenehmen Gefühlen zu sein
mehr Mitgefühl für dich und andere
mehr Verbindung zu Freude, Kraft und Lebendigkeit
mehr Handlungsspielraum im Alltag
mehr Bewusstheit darüber was dir wichtig ist, wie du leben, lieben, handeln und in Beziehung sein möchtest
Veränderung bedeutet nicht unbedingt, dass etwas sofort verschwindet. Manchmal bedeutet Veränderung, dass du dir selbst anders begegnen kannst.
Ablauf
Ein erster Schritt ist ein Kennenlerngespräch. Dort schauen wir, worum es dir geht, was du dir wünschst und ob meine Arbeitsweise für dich passend ist.
Wenn wir uns für einen gemeinsamen Prozess entscheiden, liegt es bei dir wie oft und in welchen Abständen du kommen möchtest. Meistens begleite ich Menschen über einen längeren Zeitraum und wir sehen uns in etwa alle zwei Wochen.
Die ersten Sitzungen beinhalten immer zunächst ein gegenseitiges vertieftes Kennenlernen, denn nur so kann Vertrauen für eine fruchtbare Begleitung entstehen. Du lernst mich als Therapeut*in kennen und ich dich als Mensch in den unterschiedlichen Facetten deines Geworden-Seins.
Je nachdem mit welchen Themen du kommst, kann es gut sein, dass wir am Anfang zunächst viel daran arbeiten, dass du dich erst mal wieder etwas stabiler im Leben fühlen kannst, bevor wir uns den schwierigeren und schmerzhafteren Themen zuwenden. Ich orientiere mich da ganz an deinem Nervensystem.
Sitzungen können online oder vor Ort in Berlin-Neukölln stattfinden.
Du musst dein Anliegen nicht perfekt formulieren können. Es reicht, wenn du eine Ahnung hast, dass du dich dir selbst vorsichtig zuwenden möchtest.
Häufig gestellte Fragen
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Das kann passend sein, wenn du nicht nur verstehen möchtest, warum bestimmte Muster entstehen, sondern auch spüren möchtest, wie sie sich in deinem Körper, deinen Beziehungen und deinem Alltag zeigen. Besonders sinnvoll kann diese Arbeit sein, wenn du zum Rationalisieren neigst und merkst, dass reines Nachdenken oder Reden allein nicht ausreicht und du auf diese Weise mit deinen Themen nicht mehr weiter kommst.
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Nein. Viele Menschen kommen mit einem diffusen Gefühl von Überforderung, innerer Unruhe, Erschöpfung, Beziehungsschmerz oder Orientierungslosigkeit. Wir werden gemeinsam langsam herausfinden, was im Vordergrund steht und was zuerst Halt, Aufmerksamkeit oder Raum braucht.
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Ja, ich begleite Menschen in der Arbeit mit traumatischen oder belastenden Erfahrungen. Dabei arbeite ich traumasensibel, langsam und ressourcenorientiert. Mir ist wichtig, dass wir nicht zu schnell in überwältigende Inhalte gehen, sondern zuerst auf Stabilität, Orientierung und innere Kapazität achten.
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Ja. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem queere, trans, nichtbinäre und andere LGBTQIA+ Lebensrealitäten sich frei entfalten können. Pronomen, Beziehungskonstellationen, Körper, Ambivalenzen und Diskriminierungserfahrungen dürfen Teil des Prozesses sein, ohne dass du dich dafür rechtfertigen musst. Ich selbst bin Teil der queeren Community und habe langjährige Erfahrung in der Begleitung queerer Menschen.
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Systemisch bedeutet für mich, dich nicht isoliert zu betrachten. Dein Erleben steht in Beziehung zu anderen Menschen, deiner Geschichte, deiner Herkunft, gesellschaftlichen Bedingungen und den Systemen, in denen du lebst. Wir schauen also nicht nur auf „das Problem“, sondern auch auf Zusammenhänge, Beziehungen, Muster und mögliche Handlungsspielräume.
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Meine Arbeit ist therapeutisch ausgerichtet und findet auf Grundlage meiner Erlaubnis als Heilpraktiker*in für Psychotherapie nach dem Heilpraktiker*innengesetz statt. Es geht nicht nur um Zielerreichung oder Lösungen, sondern auch um Körper, Gefühle, Schutzmuster, Beziehungserfahrungen, Trauma, innere Anteile und tiefere Veränderungsprozesse.
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Ja, auf Anfrage biete ich auch Coaching an. Im Unterschied zur therapeutischen Begleitung widmen wir uns im Coaching meist einer konkreteren Fragestellung, zum Beispiel Beruf, Berufung, Beziehungen, Privilegien, Diskriminierung oder Entscheidungsprozessen. Wenn du Interesse an einem Coaching hast, schreib mich einfach an.
Wenn du dich angesprochen fühlst
Vielleicht suchst du einen Raum, in dem du dich nicht erst erklären musst.
Vielleicht möchtest du deinen Körper besser verstehen.
Vielleicht möchtest du alte Muster würdigen und trotzdem neue Wege finden.
Vielleicht möchtest du dich mit Trauma, Stress, Beziehungen, Identität, Grenzen oder Veränderung beschäftigen.
Vielleicht ist es für dich wichtig, dass Therapie nicht losgelöst von gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnissen geschehen darf.
Wenn du das Gefühl hast, dass körperorientierte systemische Therapie zu dir passen könnte, schreibe mir gern und wir ver-einbaren ein erstes Gespräch.
